Tool-Vergleich

n8n vs. Make vs. Zapier 2026: der Automatisierungs-Vergleich für deutsche KMU

Drei der bekanntesten Automatisierungs-Tools im nüchternen Vergleich: Wie sie abrechnen, wo Ihre Daten liegen, was sie können – und für welches Unternehmen welches Werkzeug die richtige Wahl ist.

Point: Der entscheidende Unterschied zwischen n8n, Make und Zapier ist die Abrechnungseinheit – Task (Zapier) vs. Operation/Credit (Make) vs. Execution (n8n).
Evidence: Zapier zählt jeden Schritt einzeln (Professional ab 19,99 $/Monat für 750 Tasks), Make jede Modul-Ausführung (Core ab 9 $/Monat, 10.000 Credits), n8n nur den kompletten Workflow-Lauf (Cloud Starter 24 €/Monat für 2.500 Executions; Community Edition self-hosted kostenlos).
Impact: Bei mehrstufigen Workflows und steigendem Volumen ist n8n deutlich günstiger und – self-hosted – am besten DSGVO-geeignet; für den schnellen, einfachen Einstieg bleiben Make und Zapier stark.

Kurz zusammengefasst

  • Zapier ist am einfachsten und hat die meisten Integrationen – wird aber teuer, weil jeder Schritt als Task zählt.
  • Make ist günstig im Einstieg und visuell stark, rechnet aber ebenfalls pro Modul-Ausführung (Credits).
  • n8n rechnet pro Workflow-Lauf, ist self-hostbar (DSGVO) und bei Volumen am günstigsten – verlangt aber mehr technisches Know-how.
  • Es gibt keinen Gesamtsieger. Die Wahl richtet sich nach Volumen, Workflow-Länge, Datenschutzbedarf und vorhandenem Know-how.

Warum sich n8n, Make und Zapier schwer direkt vergleichen lassen

Auf den ersten Blick machen alle drei dasselbe: Sie verbinden Apps und automatisieren wiederkehrende Abläufe. Der Teufel steckt im Abrechnungsmodell – und genau dort entstehen die größten Kostenunterschiede, oft erst Monate nach dem Start.

Wer einen Workflow mit acht Schritten täglich laufen lässt, zahlt bei Zapier acht Tasks pro Lauf, bei Make acht Credits – bei n8n dagegen nur eine Execution. Bei niedrigem Volumen ist das egal. Bei einigen tausend Läufen im Monat entscheidet es über zwei- bis dreistellige Differenzen.

Dieser Artikel ordnet die drei Tools entlang der vier Kriterien ein, die für deutsche KMU wirklich zählen: Preismodell, Datenschutz, Funktionsumfang und nötiges Know-how. Wenn Sie die Umsetzung lieber abgeben möchten, finden Sie am Ende den Weg zur passenden n8n-Automatisierung als Dienstleistung.

Die drei Tools im Kurzporträt

Zapier

Der Marktführer mit über 7.000 Integrationen und dem einfachsten Einstieg. Reines SaaS, US-basiert, Abrechnung pro Task. Ideal für Business-User ohne IT.

Make

Früher Integromat. Visueller Szenario-Editor, sehr günstiger Einstieg, EU-Rechenzentrum als Option. Abrechnung pro Operation bzw. Credit.

n8n

Fair-Code-Tool aus Berlin. Self-hostbar oder als Cloud, Abrechnung pro Execution, voller Code-Zugriff. Stark bei Volumen, Datenschutz und komplexer Logik.

Preismodelle im Vergleich: Task vs. Credit vs. Execution

Die folgende Übersicht zeigt die Einstiegs- und mittleren Tarife (Stand Juni 2026). Achten Sie auf die Spalte „Abrechnung“ – sie erklärt die eigentliche Kostenmechanik.

ToolEinstiegMittlerer TarifAbrechnung
ZapierProfessional ab 19,99 $/Monat (jährl.), 750 TasksTeam ~69 $/Monat (jährl.), 2.000 Taskspro Task (= pro Schritt)
MakeCore 9 $/Monat (jährl.), 10.000 CreditsPro 16 $/Monat, Teams 29 $/Monatpro Operation / Credit
n8nCloud Starter 24 €/Monat, 2.500 ExecutionsCloud Pro 60 €/Monat, 10.000 Executionspro Execution (ganzer Lauf)

Was das in der Praxis bedeutet

Ein Beispiel: ein Workflow mit 10 Schritten, der 1.000-mal im Monat läuft.

  • Zapier: 10.000 Tasks – sprengt schnell den 750er-Tarif, Höherstufung nötig.
  • Make: 10.000 Credits – passt exakt in den 10.000er-Einstiegstarif, KI-/Code-Schritte kosten allerdings mehr.
  • n8n: 1.000 Executions – ein 10-stufiger Workflow kostet dieselbe Einheit wie ein einstufiger.

Der Sonderfall Self-Hosting: n8n bietet als einziges der drei Tools eine kostenlose, self-hostbare Community Edition mit unbegrenzten Executions. Es fallen nur Infrastrukturkosten an (typisch 5–20 €/Monat auf einem kleinen Server). Seit April 2026 gibt es zudem keine Begrenzung mehr für aktive Workflows in den Cloud-Tarifen – abgerechnet wird ausschließlich über Executions.

Funktions- und Eignungsvergleich

KriteriumZapierMaken8n
Einstiegsehr einfacheinfach (visuell)anspruchsvoller
Integrationen7.000+3.000+500+ & HTTP-Node
Eigener Codebegrenztbegrenztvoll (JS, Python)
Self-Hostingneinneinja (kostenlos)
Datenortprimär USAEU-Optionfrei wählbar
Kosten bei Volumenhochmoderatniedrig

DSGVO & Datenschutz: Wo liegen Ihre Daten?

Für viele deutsche KMU ist nicht der Preis, sondern der Datenort das ausschlaggebende Kriterium – besonders bei Kunden-, Gesundheits- oder Personaldaten.

Zapier

  • Verarbeitung primär in US-Rechenzentren
  • AVV erforderlich
  • nutzbar über EU-US Data Privacy Framework, für sensible Daten heikler

Make

  • EU-Rechenzentrum als Option wählbar
  • AVV verfügbar
  • guter Kompromiss aus Komfort und EU-Datenhaltung

n8n (self-hosted)

  • Daten verlassen Ihr System nicht
  • Betrieb auf deutschem Server möglich
  • kein AVV nötig – Sie sind selbst Verantwortlicher

Mehr zur datenschutzkonformen Umsetzung lesen Sie im verwandten Vergleich n8n vs. Zapier für deutsche SMEs, der die Self-Hosting-Frage vertieft.

Entscheidungshilfe: Welches Tool für welches KMU?

Zapier, wenn …

  • ✓ Sie ohne IT schnell starten wollen
  • ✓ Sie viele Nischen-Apps anbinden müssen
  • ✓ Volumen und Workflows klein bleiben
  • ✓ Datenort nachrangig ist (Marketing, Social)

Make, wenn …

  • ✓ Sie günstig und visuell einsteigen wollen
  • ✓ Sie mittleres Volumen erwarten
  • ✓ EU-Datenhaltung genügt
  • ✓ Sie verzweigte Szenarien ohne Code bauen

n8n, wenn …

  • ✓ Sie hohes oder mehrstufiges Volumen haben
  • ✓ Datenschutz / Self-Hosting Pflicht ist
  • ✓ Sie eigene Logik (Code, SQL) brauchen
  • ✓ IT-Know-how oder ein Partner vorhanden ist

Ehrliche Einschränkungen dieses Vergleichs

  • Preise ändern sich. Alle genannten Tarife gelten Stand Juni 2026. Prüfen Sie die aktuellen Preisseiten der Anbieter, bevor Sie eine Entscheidung treffen.
  • Tasks, Credits und Executions sind nicht 1:1 vergleichbar. Welche Einheit günstiger ist, hängt immer von der konkreten Workflow-Struktur ab – pauschale „X ist billiger“-Aussagen führen in die Irre.
  • Self-Hosting ist nicht kostenlos im Gesamtbild. Die Software ist gratis, aber Einrichtung, Updates, Backups und Monitoring kosten Zeit oder Geld – das gehört in jede ehrliche Rechnung.

Häufige Fragen (FAQ)

Was ist der wichtigste Unterschied zwischen n8n, Make und Zapier?

Die Abrechnungseinheit. Zapier rechnet pro Task ab – jeder einzelne Schritt eines Workflows kostet. Make rechnet pro Operation (seit August 2025 „Credits“ genannt), also ebenfalls pro Modul-Ausführung. n8n rechnet pro Execution: Ein kompletter Workflow-Lauf zählt als eine Einheit, unabhängig davon, wie viele Schritte er enthält. Bei mehrstufigen Workflows wird n8n dadurch mit steigendem Volumen deutlich günstiger.

Welches Tool ist für deutsche KMU am günstigsten?

Das hängt von Volumen und Workflow-Länge ab. Für den günstigen Einstieg in die Cloud ist Make mit 9 $/Monat (Core, jährlich) am preiswertesten. Bei wenig Volumen und kurzen Workflows ist auch Zapier brauchbar. Sobald viele oder mehrstufige Workflows laufen, ist selbst-gehostetes n8n am günstigsten: Die Community Edition ist kostenlos, es fallen nur Infrastrukturkosten von rund 5–20 €/Monat an.

Welches Tool ist am DSGVO-freundlichsten?

Selbst-gehostetes n8n, weil die Daten Ihre Infrastruktur nie verlassen und Sie auf einem deutschen Server (z. B. Hetzner, IONOS) betrieben werden können – ein Auftragsverarbeitungsvertrag entfällt. Make bietet ein EU-Rechenzentrum als Option. Zapier verarbeitet Daten primär in US-Rechenzentren und benötigt einen AVV; das ist seit dem EU-US Data Privacy Framework nutzbar, bleibt für sensible Daten aber heikler.

Brauche ich technisches Know-how für n8n?

Mehr als für Make oder Zapier. Selbst-gehostetes n8n setzt Docker- bzw. Server-Kenntnisse und laufende Wartung voraus. Die n8n Cloud (ab 24 €/Monat) nimmt Ihnen den Betrieb ab und ist ein guter Mittelweg. Zapier ist am einfachsten für reine Business-User, Make liegt mit seinem visuellen Editor dazwischen. Wer keine eigene IT hat, lässt Einrichtung und Betrieb sinnvollerweise begleiten.

Kann ich später von Zapier oder Make zu n8n wechseln?

Ja, aber nicht per Knopfdruck. Es gibt keinen automatischen Import bestehender Zaps oder Szenarien – die Workflows müssen in n8n neu aufgebaut werden. Der Aufwand lohnt sich vor allem dann, wenn Volumen, Kosten oder Datenschutzanforderungen steigen. Ein schrittweiser Umzug der wichtigsten Workflows ist meist sinnvoller als ein Big-Bang-Wechsel.

Was kostet die Einrichtung durch Förster Digital?

Das hängt von Umfang und Komplexität der Workflows ab. Sie erhalten nach einem kostenlosen Erstgespräch ein transparentes Festpreis-Angebot – ohne versteckte Kosten. So wissen Sie vor dem Start, woran Sie sind, und zahlen nicht nach Aufwand.

Unsicher, welches Tool zu Ihnen passt?

Ich analysiere Ihre Prozesse, empfehle das passende Werkzeug und setze die Automatisierung um – mit transparentem Festpreis-Angebot nach einem kostenlosen Erstgespräch.